Testspiel
Sonntag, 22.06.2014, 17:00 Uhr
„Grüne Au“ Selbitz
SpVgg Selbitz 1 : 0 SpVgg Bayern Hof
1:0 P. Fraaß (56.)        
Schiedsrichter: Andreas Dinger (TSV Bischofsgrün) Zuschauer: 500

Jubiläums-Spiel
Donnertsag, 19.06.2014, 17:00 Uhr
„Grüne Au“ Selbitz
All-Stars
SpVgg Selbitz
4 : 7 Traditionsmannschaft
1. FC Nürnberg
1:0 O. Meyer (5.)
2:0 P. Scherbel (10.)
3:1 O. Meyer (30.)
4:1 C. Seidler (35.)
      2:1 J. Dittwar (20./FE)
4:2 T. Richter (37.)
4:3 M. Othmer (60.)
4:4 T. Seitz (65.)
4:5 M. Driller (70.)
4:6 T. Ziemer (75.)
4:7 M. Driller (80.)
Schiedsrichter: Gerd Hildner (SV Grafengehaig) Zuschauer: 500

Klassischer „Wechselfehler“ des Selbitzer Trainergespanns

Auch wenn die Traditionself des 1. FC Nürnberg nicht in Bestbesetzung angetreten war, bewiesen die früheren Bundesligaprofis bei der 100 Jahr-Feier der SpVgg Selbitz eindrucksvoll, dass sie von ihrem großen Können nichts verlernt haben. Nach klassischem Fehlstart und einem 4:2-Rückstand zur Halbzeit drehten Martin Driller & Co. die Partie gegen die Allstars der SpVgg Selbitz und siegten nach fein herausgespielten Treffern mit 7:4.

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Unsere All-Stars, hinten v. links: Betreuer Erich Munzert, Michel Uwe, Oliver Meyer, Mike Albusberger, Jürgen Findeiß, Florian Hohberger, Siegfried Geupel, Philip Scherbel, Elvir Zekic, Dominik Weiß, Stefan Einsiedel, Sascha Prell, Trainer Roland Lanheinrich – vorne v. links: Gunther Flügel, Claudio de Jesus Sabino, Markus Häßler, Giorgio Arancino, Marc Schenk, André Fischer, Richard Seeling, Chris Seidler, Martin Müller, Stefan Wimmer

Die läuferisch und konditionell zunächst überlegenen Hausherren waren eingangs auch das spielerisch bessere Team. Vor allem der „erst“ 35-jährige Giorgio Arancino war von Jörg Dittwar und Helmut Rahner nicht zu stoppen. Vor knapp 500 Zuschauern leistete der „junge“ Italiener die Vorarbeit zu den ersten beiden Selbitzer Toren. Sehenswert vor allem der Kopfballtreffer des mittlerweile recht stabil gewachsenen Philipp Scherbel. Durch einen Foulelfmeter ohne vorangegangene Feindeinwirkung, den man in solch einem Spiel aber unbedingt pfeifen muss, kam die Traditionself wieder heran, bevor die munter durchwechselnden Hausherren auf 4:1 davonzogen. Das war der Majestäts-Beleidigung dann doch zu viel. Dittwar forderte Arancino auf, den Rest der Partie im Club-Trikot fortzusetzen und verlieh seinem Vorschlag mit profihafter Zweikampfhärte Nachdruck. Angesichts derart überzeugender Argumente zeigte sich Arancino beeindruckt, stand mit einem Lächeln wieder auf und spielte fortan tatsächlich auf Seiten des 1. FC Nürnberg, der mit nur elf Spielern angereist war. Auch der bekennende Club-Fan Sascha Prell wechselte unter Zustimmung der beiden Selbitzer Trainer die Seiten. Dieser taktische Schachzug von Markus Bächer und Roland Langheinrich konnte natürlich nur schief gehen.

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Thomas Seitz (Club) im Zweikampf mit Florian Hohberger (Selbitz)

Eine klassischer „Wechselfehler“, denn nach der Halbzeit spielte der Club ganz groß auf. Vor allem Martin Driller und Thomas Ziemer zelebrierten hohe Fußballkunst – einmal am Ball waren sie vom Spielgerät nicht mehr zu trennen. Als sich beim Stand vom 4:4 alle auf ein Unentschieden eingestellt hatten – schlug es dann doch noch drei Mal im Selbitzer Kasten ein. Die in der zweiten Halbzeit von den Hausherren praktizierte Offensiv-Variante mit zwei Vierketten im Angriff erwies sich als zu optimistisch. Am Ende hatte der Ehrgeiz die Cluberer gepackt. Den zeigten sie auch in der dritten Halbzeit. Mit den Fans und der Selbitzer Mannschaft saßen sie im Festzelt noch gemütlich bei dem einen oder anderen Bier zusammen. Alle waren glücklich und zufrieden.

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Chris Seidler (Selbitz) mit seinem Tor zum 4:1 gegen Daniel Klewer (Club)

Es berichtete Siegfried Geupel. – Fotos: Andi Bär (Anpfiff.info) / Tim Schmidt

Aufstellung SpVgg Selbitz (All-Stars) Aufstellung 1. FC Nürnberg (Tradition)
1 André Fischer 1 Daniel Klewer
1 Richard Seeling 2 Lothar Güßregen
2 Oliver Meyertortor 3 Helmut Rahner
4 Martin Müller 4 Harald Distler
6 Stefan Wimmer 5 Jörg Dittwartor
7 Dominik Weiß 6 Thomas Seitztor
8 Giorgio Arancino 7 Thomas Richtertor
9 Chris Seidlertor 8 Markus Othmertor
10 Mike Albusberger 9 Markus Hechtl
10 Markus Häßler 10 Thomas Ziemertor
11 Florian Hohberger 11 Martin Drillertortor
13 Sascha Prell 12 Giorgio Arancino (Blitz-Transfer)
14 Marc Schenk 13 Sascha Prell (Blitz-Transfer)
18 Siegfried Geupel    
19 Claudio de Jesus Sabino    
20 Stefan Einsiedel    
21 Elvir Zekic    
22 Philip Scherbeltor    
Trainer Trainer
Markus Bächer Dieter Nüssing
Roland Langheinrich  
Relegation Bayernliga
Samstag, 31.05.2014, 16:00 Uhr
„Grüne Au“ Selbitz
SpVgg Selbitz 1 : 3 FC Viktoria Kahl
1:2 M. Bächer (40.)       0:1 D. Witzel (6.)
0:2 D. Witzel (7.)
1:3 G. Aydin (67.) 
Schiedsrichter: Roman Solter (Weiherhammer) Zuschauer: 520

Doppelschlag besiegelt Selbitzer Abstieg

Mit einer leicht vermeidbaren 1:3-Heimniederlage im Relegations-Rückspiel gegen den FC Viktoria Kahl, aber mit Anstand verabschiedete sich die SpVgg Selbitz nach zwei Jahren aus der Fußball-Bayernliga Nord. Die Häßler-Elf hatte die wesentlich größeren Spielanteile und erspielte sich mehr Torchancen als nie zuvor in dieser Saison. Dennoch muss man nun in die Landesliga absteigen, denn bereits nach sieben Minuten war das bittere Schicksal besiegelt. Die Hausherren begannen sehr selbstbewusst und druckvoll, liefen aber gleich zu Beginn in zwei sehr gut vorgetragene Konter der Gäste, die mit den beiden frühen Gegentoren zum 0:2 bestraft wurden. Ein Rückstand, den man trotz aller Bemühungen einfach nicht mehr aufholen konnte. Damit war die Partie schon in der siebten Minute entschieden.

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Unerklärlich waren das 0:1 und 0:2 auch für Trainer Markus Häßler: „Da haben wir nach eigenem Ballverlust viel zu langsam reagiert. Das muss man einfach viel besser verteidigen.“ Recht hatte er. Ein Fehlpass an der Mittelinie genügte, und schon war Hotz am linken Flügel unbehelligt auf und davon. Seine genau getimte Flanke erreichte den ungedeckten Witzel, der inmitten der Selbitzer Vierkette auftauchte und mit dem Kopf das 0:1 besorgte. Der gute Yasin Yilmaz war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, doch den Einschlag aus kurzer Entfernung konnte er nicht mehr verhindern. Die Heimelf reagierte wütend – oder besser gesagt kopflos – und verlor direkt nach dem Anstoß erneut den Ball. Witzel schnappte sich das Spielgerät, schüttelte am rechten Flügel zwei Verfolger ab und ließ auch den dritten Selbitzer Verteidiger zielstrebig aussteigen, bevor er den Ball humorlos im kurzen Eck unter die Latte zimmerte. Yilmaz war erneut ohne Chance. Ein Debakel bahnte sich an, doch weit gefehlt. Das war’s mit der Kahler Herrlichkeit. Bis zur Halbzeit sollte nur noch die Heimelf stürmen, jedoch sage und schreibe neun beste Torchancen benötigen, um vor dem Pausentee wenigsten noch auf 1:2 verkürzen zu können, als sich Markus Bächer (40.) nach langem Ball energisch durchsetzte und das Leder vom rechten 5-Meter-Eck mit aller Gewalt in die lange Ecke hämmerte. „Da haben wir viel zu viele Chancen liegen lassen. Eigentlich hätten wir das Ding schon vor der Pause in ein 4:2 umwandeln können, was am Ende zum Weiterkommen gereicht hätte. Da fehlt uns derzeit einfach noch die Souveränität und das Selbstbewusstsein“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Markus Häßler nach dem Spiel. Symptomatisch für das Pech der Hausherren war ein nicht einmal schlecht geschossener, mit tollem Reflex gehaltener Handelfmeter von Fabian Gabler (19.) und ein fulminanter Lattenknaller von Andreas Geupel (37.), der von der Unterkante der Latte kurz vor der Torlinie zurück ins Feld sprang. Noch vor der Halbzeit entschärfte Wagner einen Linksschuss von Geupel von der Strafraumgrenze (15.); strich Miloslav Certiks Kopfball knapp am linken Pfosten vorbei; wurden Gablers Volleyabnahme (20.) und Kevin Winters beherzter Distanzschuss (44.) in letzter Not zur Ecke abgewehrt; und Arancinos Kopfball (23.) strich über die Latte. Kahl hatte nur noch einen weiteren Konter entgegen zu setzen, erneut durch Witzel, der sich den Ball jedoch selbst zu weit vorlegte.

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Auch im zweiten Durchgang erarbeitete sich die nie aufgebende Heimelf durch eine Vielzahl an Eckbällen und Standards aus dem Halbfeld ein klares Chancenplus, bevor ein weiterer Konter zum endgültigem K.o. führte. Der klar im Abseits stehende Mbuku flankte maßgerecht auf Kahls besten Torjäger Aydin, der aus 8 Metern ungedeckt mit dem Kopf zur Stelle war und Yilmaz keine Chance ließ (67.). Damit war die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt zunichte gemacht. Die Hausherren steckten nun sichtlich auf. Kahl hatte keine Mühe mehr, den Vorsprung sicher zu verwalten, auch wenn der eingewechselte Felix Strootmann mit einem 25 Meter-Schuss noch ein Achtungszeichen setzte (83.) – ebenso wie Bächer mit einer beherzten Volleyabnahme (89.), die gerade noch zur Ecke geblockt wurde.

Es berichtete Siegfried Geupel. – Fotos: Chris Seidler

Aufstellung SpVgg Selbitz Aufstellung FC Viktoria Kahl
23 Yasin Yilmaz 1 Andreas Wagner
3 Fabian Gablerelfmeter vergeben 4 Steffen Fuchs
4 Fabian Rauh 7 Jasko Colovic
8 Giorgio Arancinoauswechslung 8 Benedikt Hotzauswechslung
9 Markus Bächertor 10 Tim Müller
11 Sebastian Wirth 11 Dennis Rungauswechslung
16 Kevin Wintergelbe-karteauswechslung 13 Julian Mbuku
17 Maximilian Lang 14 Gökhan Aydintor
18 Andreas Geupel 17 Dominik Witzeltortor
22 Rico Raithelauswechslung 21 Patrick Farbmacher
24 Miloslav Certikgelbe-karte 22 Manuel Krappauswechslung
Ersatz Ersatz
1 Lasse Miksche 12 Simon Stadtmueller
5 Murat Gedikauswechslung 3 Sergej Riegerauswechslung
19 Sebastian Hermannauswechslung 5 Patrick Smith
20 Felix Strootmannauswechslung 19 Dorian Tobollikauswechslung
    20 Bastian Schwalbeauswechslung
Trainer Trainer
Markus Häßler Muhamed Preljevic

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