Landesliga, 19. Spieltag
Samstag, 04.11.2017, 14:00 Uhr
Sportanlage Nürnberg-Buch
TSV Nbg.-Buch 1 : 0 SpVgg Selbitz
T. Reichel (45. +2 ) 1 : 0        
Schiedsrichter:  Martin Götz (SV 1928 DJK Tütschengereuth) Zuschauer: 240

Trotz fünfundsiebzig minütiger Überzahl verliert die SpVgg Selbitz verdient beim TSV Nürnberg-Buch. Der Schödel-Elf fehlen die Ideen. 

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Das war aber mal gar nichts - SpVgg Selbitz. Trotz langem Überzahlspiel, Buchs Christoph Ell flog nach einer Viertelstunde vom Platz, waren die Frankenwäldler mit der 0:1 Auswärtsniederlage beim TSV Nürnberg-Buch noch gut bedient. Dabei fing die Partie für die SpVgg Selbitz verheißungsvoll an. Nach nicht einmal zwei Minuten hatte Pascal Hager frei vor Torwart Sven Gordzielik die riesen Chance zur Führung. Buchs Schlussmann gewann aber die eins gegen eins Situation und war auch wenig später bei Findeiß Distanzschuss auf dem Posten. Auch die Heimelf hatte in einer munteren Anfangsphase eine Topchance. Nach einer Flanke köpfte der freistehende Philip Lang aus Nahdistanz aufs Selbitzer Tor. Andreas Schall hielt in Klassemanier.
 
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Kurz darauf kam die Situation die zum frühen Bucher Platzverweis führte und irgendie auch zum Bruch im Selbitzer Spiel. Eralp Caliskan war nach einer geklärten Standardsituation auf und davon. Etwa dreißig Meter vor dem Tor riss ihn Ell als letzter Mann einfach um. Die Entscheidung von Referee Martin Götz war hart, aber vertretbar. Wer jetzt dachte Selbitz hätte gegen zehn Mann leichtes Spiel, der wurde eines besseren belehrt. Die dezimierten Bucher legten einen Zahn zu und Selbitz ließ die Zügel schleifen. "Sie haben zehn Prozent zugelegt, wir zehn nachgelassen. Dann kommt so etwas dabei heraus", haderte der Selbitzer Trainer Henrik Schödel nach der Partie. Kurz vor dem Pausentee köpfte der aufgerückte Bucher Abwehrhüne Thomas Reichel seine Elf nach einem Freistoß in Führung.
 
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Nach dem Seitenwechsel bot sich den mitgereisten Selbitzer Anhängern das gleiche Bild: Hin und her wetzende, kampfbereite Mittelfranken, gegen einfallslos wirkende Selbitzer, die mit ihrem Ballbesitz nichts anzufangen wussten. Einzig Hagers Schrägschuss, den Torwart Gordzielik über die Latte lenkte, sorgte für Gefahr. Auf der anderen Seite hätten die Gastgeber bei erstklassigen Kontersituationen durch Schreiner, Brehm oder C. Fleischmann frühzeitig den Deckel auf die Partie machen können. Schödel brachte mit Meister, Horn und Edelmann noch einmal frische Kräfte, doch auch mit ihnen gelang den Frankenwäldlern kaum eine durchdachte Offensivaktion. Als Selbitz in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne warf, kam Schuberth in gute Schussposition, traf aber das Leder nicht richtig. Es passte zu diesem gebrauchten Selbitzer Nachmittag.
 
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Es berichtete: Thomas Popp; Bildquelle: www.anpfiff.info

Aufstellung TSV Nbg.-Buch Aufstellung SpVgg Selbitz
 1  Sven Gordzielik 1  Andreas Schall (C)
 3  Christoph Ellrote karte(16.) 3  Pascal Spindler
 6  Christian Fleischmann  5  Yannick Schuberth
7  Thomas Reichel (C)tor 7  Martin Damrotauswechslunggelbe karte
9  Udo Brehmgelbe karte 8  Nico Schmidtgelbe karte
 11  Stefan Fleischmann 9  Eralp Caliskanauswechslung
 16  Philipp Schindlergelbe karte 10  Kaan Gezergelbe karte
17  Martin Webergelbe karte  15  Albert Pohlauswechslung
19  Fabian Schreinerauswechslung 17  Maximilian Lang
20  Philip Langauswechslung  25  Pascal Hager
 24  Oguzhan Yilmazauswechslung 31  Marcel Findeißgelbe karte
Ersatz Ersatz
 25  Maximilian Pfann (ETW) 12  Pascal Meister (ETW)
 8  Daniel Uttingerauswechslung  11  Christian Hornauswechslung
 12  Marco Mueller  14  Felix Edelmannauswechslung
 21  Vincent Piwernetzauswechslung 18  Patrick Meisterauswechslung
22  Tobias Betzauswechslung  22  Marco Bernegg
23  Axel Ottmann    
Trainer Trainer
 Thomas Adler  Henrik Schödel
Landesliga, 18. Spieltag
Samstag, 28.10.2017, 14:00 Uhr
REWE-Arena Selbitz
SpVgg Selbitz 4 : 1 SpVgg Bayreuth II

Y.Schuberth (9.) 1:0

K.Gezer (43.) 2:0

A.Pohl (46.) 3:0

E.Caliskan (83.) 4:1

       J.Hannemann (77.) 3:1
Schiedsrichter:  Sebastian Cornely (DJK Mühlbach) Zuschauer: 150

Zweiter Heimsieg in Folge

Mit einem hochverdienten 4:1 Heimsieg bezwingt die SpVgg Selbitz die stark dezimierte Bayreuther Regionalliga-Reserve. Mit zwei Toren kurz vor und nach dem Seitenwechsel entscheiden die Frankenwäldler die Partie zu ihren Gunsten.

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Mit dem zweiten Heimsieg in Folge hat die SpVgg Selbitz vorerst wieder den Sprung in die obere Tabellenhälfte der Landesliga Nordost geschafft. Viel Mühe hatten die Frankenwäldler bei ihrem 4:1 gegen die SpVgg Bayreuth II allerdings nicht, denn die Gäste mussten gleich mehrere Akteure an die zeitgleich spielende Regionalligaelf abstellen und kamen mit dem letzten Aufgebot. "Ich bin trotzdem froh, dass wir die Aufgabe so souverän gelöst haben und uns durch den Sieg ein wenig von unten absetzen konnten. Jetzt können wir befreit die nächsten schweren Aufgaben angehen", schnaufte der Selbitzer Trainer Henrik Schödel nach dem Spiel tief durch.

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Vom Anpfiff weg ließ seine Elf kaum Zweifel aufkommen, wer an diesem Nachmittag den Platz als Sieger verlassen sollte. Bereits in der Anfangsphase brennte es gleich einige Male lichterloh im Bayreuther Strafraum. Aber sowohl Gezer, Schmidt und auch Caliskan scheiterten an Torwart Kormann, oder waren in ihren Abschlüssen zu harmlos. Besser machte es der auf dem linken Flügel durchgebrochene Schuberth, der nach schöner Vorarbeit von Gezer und Caliskan den Ball von der Strafraumkante in den oberen rechten Torwinkel schlenzte. Nach der frühen Führung nahm Selbitz erst einmal den Fuß vom Pedal. Bayreuth fand im Anschluss zwar besser in die Partie, richtig torgefährlich wurden sie aber kaum. Lediglich Langlois Torschuss ging knapp am Gehäuse vorbei. Die Schödel-Elf hatte die Zügel zwar in der Hand, schwang sich aber erst kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal richtig auf. Per Doppelpass hebelten Schmidt und Gezer, die beide letztes Jahr noch das Altstädter-Trikot trugen, ihre ehemaligen Kameraden aus. Frei vor Kormann schob Gezer mühelos ein. Kurz darauf verpasste Caliskan den dritten Selbitzer Treffer.

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Der sollte dafür kurz nach dem Pausentee fallen. Nach einer Gezer-Flanke stand Pohl am langen Pfosten sträflich frei und vollstreckte geschickt -entgegen der Laufrichtung des Torwarts- zur Vorentscheidung. Selbitz schaltete fortan in den Verwaltungsmodus. Der blutjungen Bayreuther Fohlenelf muss man zugute halten, dass sie sich nicht geschlagen gab. Die Regn-Schützlinge spielten gewillt nach Vorne und versuchten dem Spiel irgendwie noch eine Wende zu geben. Müllers Schuss aus circa elf Metern konnte Schall gerade noch wegfausten. Eine Viertelstunde vor Spielende gelang Hannemann mit einer schönen Einzelaktion der Anschluss. Das Tor befeuerte die Hoffnungen der Gäste. "Da konnten wir Selbitz noch mal richtig unter Bedrängnis bringen", meinte Bayreuths Coach Michael Regn nach der Partie. Das Anrennen seiner Elf war aber letztlich zu ungestüm und das kurze Strohfeuer war spätestens nach Caliskans 4:1 sechs Minuten später auch schon wieder erloschen.

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So steht unter dem Strich ein verdienter Selbitzer Heimsieg, was Gästetrainer Michael Regn auch neidlos anerkannte: "Selbitz hat uns lange Zeit beherrscht. Die Tore waren sauber herausgespielt. Nach der Halbzeit bekommen wir dann gleich wieder einen Nackenschlag. Aber meine Elf hat sich nicht aufgegeben und hat alles versucht". Beste Akteure auf Bayreuther Seite waren Küfner, der als etatmäßiger Mittelstürmer diesmal als Innenverteidiger aushelfen musste, sowie der früh für den verletzt ausgeschiedenen Sommerer eingewechselte Hannemann. Bei der Heimelf gefielen der omnipräsente Gezer, sowie der in vorderster Front rackernde Jungspund Caliskan.

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Trotz des Sieges werden sich die Mannen von Trainer Henrik Schödel steigern müssen, denn mit dem Tabellenzweiten TSV Buch wartet nächste Woche ein echter Gradmesser.

Es berichtete Thomas Popp. – Fotos: Chris Seidler

Aufstellung SpVgg Selbitz Aufstellung SpVgg Bayreuth II
1  Andreas Schall (C) 1  Fabio Kormann
 3  Pascal Spindler 7  Oliver Danzer
5  Yannick Schuberthtor 8  Kevin Eckertgelbe karte
7  Martin Damrot 9  Nino Müller
8  Nico Schmidt 10  David Langloisauswechslung
 9  Eralp Caliskantor  11  Christoph Seeger
 10  Kaan Gezertor  13  Michael Lang
15  Albert Pohlauswechslungtor 14  Alexander Ainscough
 17  Maximilian Langgelbe karte 17  Hannes Küfner
25  Pascal Hagerauswechslung  20  Jannik Reutlinger (C)auswechslung
31  Marcel Findeißauswechslung  60  Hannes Sommererauswechslunggelbe karte
Ersatz Ersatz
12  Pascal Meister (ETW) 22  Andre Merrick (ETW)
11  Christian Hornauswechslung 15  Johannes Regnauswechslung
 14  Felix Edelmannauswechslung  16  Jannik Hannemannauswechslungtor
 16  Hannes Hässler 18  Johannes Petschnerauswechslung
18  Patrick Meister    
19 Lucas Herrmann    
22 Marco Bernegg    
28 David Wichauswechslunggelbe karte    
Trainer Trainer
 Hernik Schödel  Michael Regn
Landesliga, 16. Spieltag
Freitag, 13.10.2017, 19:00 Uhr
Sportpark Schwabach
SC 04 Schwabach 0 : 0 SpVgg Selbitz
         
Schiedsrichter:  Michael Krug (SB Versbach) Zuschauer: 150

Verdienter Punkt im Flutlichtspiel

Die Landesliga-Partie beim Tabellennachbarn in Schwabach stand für die SpVgg Selbitz unter einem ungünstigen Stern. Marcel Findeiß musste kurz vor Spielbeginn wegen einer Zerrung passen. Dazu mussten die Frankenwälder ohnehin mit Nico Schmidt, Pascal Hager und Marco Bernegg auf drei Spieler bauen, die unter der Woche noch krank waren. Schwabach setzte Selbitz vom Anpfiff weg mächtig unter Druck.

Schon in der ersten Minute musste sich Torwart Andreas Schall mächtig strecken, um einen Schuss von Salim Ahmed zu entschärfen. Angriff auf Angriff rollte aufs Tor der Gäste. Es dauerte eine gute Viertelstunde, bis sich Selbitz aus der Umklammerung befreien konnte und seinerseits erste Nadelstiche setzte. Und dann wäre Schwabach in der 23. Minute dennoch fast in Führung gegangen: Felix Kamaras Distanzschuss war für Schall unerreichbar, doch der Ball krachte an den Pfosten.

Nach dem Wechsel ging es hin und her. Die 180 Zuschauer kamen angesichts zahlreicher Torraumszenen auf beiden Seiten auf ihre Kosten. In der 59. Minute prüfte Besmir Duraku den Selbitzer Keeper, im Gegenzug hatte Pascal Hager nach einer Pohl-Flanke die 1:0-Führung auf dem Kopf. Und Martin Damrot scheiterte in der 76. Minute mit einem Freistoß am Schwabacher Torwart Alexander Gebelein. In der Schlussphase warf Schwabach noch einmal alles nach vorn, ohne noch einmal gefährlich zu werden. Alles in allem nahm Selbitz verdient einen Punkt mit.

Es berichtete Thomas Popp.

Aufstellung SC 04 Schwabach Aufstellung SpVgg Selbitz
1  Alexander Gebelein 1  Andreas Schall (C)
3  Patrick Soldnerauswechslung 3  Pascal Spindler
 6  Florian Dannergelbe karte 5  Yannick Schuberthgelbe karte
 8  Besmir Duraku 7  Martin Damrot
 11  Eleftherios Sadikis (C) 8  Nico Schmidt
13  Salim Ahmedgelbe karteauswechslung 10  Kaan Gezerauswechslung
 14  Brandon Lala 14  Felix Edelmann
17  Felix Kamara 15  Albert Pohlgelbe karteauswechslung
18  Selahattin Oktay 17  Maximilian Lang
 20  Martin Kirrbachauswechslung  22  Marco Berneggauswechslung
 26  Tim Raumer  25  Pascal Hager
Ersatz Ersatz
27  Martin Bachner (ETW) 12  Dominik Brunhuber (ETW)
 5  Thomas Mohrbachauswechslung  9  Eralp Caliskanauswechslunggelbe karte
12  Okcan Tekdemirauswechslung 11  Christian Hornauswechslung
 22  Markus Stahlauswechslung  18  Patrick Meisterauswechslung
     19  Lucas Herrmann
Trainer Trainer
 Tobias Ochsenkühn  Hernik Schödel
Landesliga, 17. Spieltag
Samstag, 21.10.2017, 15:00 Uhr
REWE-Arena Selbitz
SpVgg Selbitz 3 : 0 SpVgg Erlangen

K. Gezer (4./FE)

K. Gezer (47.)

P. Hager (65.)

       
Schiedsrichter:  Andreas Wörtmann (Breitbrunn) Zuschauer: 160

Gästetrainer Bernd Fuchsbauer haderte nach der Begegnung mit einigen Entscheidungen des Unparteiischen, die aus seiner Sicht spielentscheidenden Einfluss auf die Begegnung hatten. „Die rote Karte gegen Exner war überzogen, zuvor hätte Caliskan auf Selbitzer Seite bereits wegen eines Ellenbogenschlages vom Platz gehen müssen. Der Elfer für Selbitz war eher ein Presschlag als ein Foul, und auch der Schuß von Müller nach 12 Minuten wurde, sogar nach Meinung einiger einheimischer Zuschauer, erst hinter der Linie abgewehrt. Das wäre der Ausgleich gewesen“, so der Gästecoach. Was aber auch er bestätigen musste, war die totale Überlegenheit der Platzherren nach der Pause. Trainer Henrik Schödel konnte am Ende, nach einer schwachen ersten Hälfte seiner Elf, nur die mangelnde Chancenverwertung kritisieren. „Das zieht sich schon so durch, seit ich in Selbitz bin“, so der Übungsleiter der Frankenwaldelf. In der Tat, hätte Mehlig im Kasten der Gäste nicht einen Sahnetag erwischt, oder die Angreifer der Blau-Weißen ihr Visier richtig eingestellt, es hätte am Ende ein Debakel für den Aufsteiger aus Mittelfranken geben können, ja müssen.

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Beide Teams mussten auf einige Akteure verzichten, oder mit angeschlagenen Kräften in die Partie gehen. Die Heimelf erwischte dabei den besseren Start. Nach einem Quepass von Schuberth durch den gesamten Gästestrafraum ging Gezer im Zweikampf um das Spielgerät zu Boden und verwandelte den fälligen Strafstoß humorlos zur frühen 1 : 0 Führung. Der nächste Aufreger dann in der 12.Min. auf der anderen Seite. Selbitz monierte bei einem Angriff der Gäste vergeblich auf Abseits, so das Müller plötzlich frei zum Abschluß kam. Sein Schuß wurde von Damrot wohl noch auf der Linie geklärt, was die Siemensstädter nicht wahrhaben wollten. Allerdings ohne Erfolg. Die Partie plätscherte im Anschluss ohne große fußballerische Glanzlichter so dahin. Beide Teams hatten ihre liebe Mühe im Spielaufbau und überboten sich in dieser Phase mit Abspielfehlern im Mittelfeld - Strafraumszenen Fehlanzeige. Erst in der 41. Minute dann wieder ein Highlight, aus Gästesicht, der negativen Art. Nach einer Spielunterbrechung lies sich Exner zu einem Frustfoul an Calsikan hinreißen. Der Unparteiische überlegte keine Sekunde und entschied sofort unter Protesten der Gäste auf Platzverweis für den Erlangener Kapitän. Quasi mit dem Pausenpfiff dann die einzig nennenswerte Torannäherung des Aufsteigers. Im Anschluß an einen Ecke köpfte Döhler jedoch deutlich über den Querbalken.

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Die zweite Halbzeit sollte dann für das müde Gekicke in den ersten 45 Minuten entschädigen. Selbitz legte schnell nach. Schmidt steckte mit einem Geniestreich den Ball auf Gezer durch, der allein vor TW Mehlig keine Mühe hatte sich das Eck auszusuchen. Von da an spielte eigentlich nur noch die Heimelf. Zunächst verdribbelte Gezer nach 50 Minuten im Strafraum etwas zu eigensinnig den Ball, anstatt auf den freistehenden Mitspieler zu passen. Nur eine Zeigerumdrehung später setzte der angeschlagen in die Partie gegangene Findeiß zu einem Solo über den halben Platz an. Auch er verpasste im Strafraum das rechtzeitige Abspiel auf den freistehenden Calsikan, so dass auch diese Möglichkeit verpuffte. Plötzlich sahen die Zuschauer eine toll kombinierende Selbitzer Truppe, begünstigt allerdings auch gegen die schon früh kräftemäßig abbauende Erlangener Mannschaft. In der 55.Min. marschierte Spindler auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch, seine Ablage erwischte Pohl in der Mitte leider zu weit in Rücklage, so dass er einschußbereit das Spielgeträt nicht 100%ig kontrollieren konnte. So ging es fast im Minutentakt weiter. Pascal Hager, heute auf der ungewohnten linken Aussenbahn agierend, tankte sich in der 57.Min. In den Strafraum, bediente überlegt den wartenden Gezer, dessen Volleyabnahme noch in allerhöchste Not von einen Verteidigerbein auf der Linie geklärt werden konnte. Der gute Mehlig wäre hier machtlos gewesen. Ebenso wie 120 Sekunden später als ein Gezer-Freitoß auf der Stirn von Hager landete, der Ball aber aus 3 Metern mit voller Wucht nur gegen die Querlatte krachte. Trainer Schödel raufte sich die Haare ob der ausgelassenen Tormöglichkeiten. Kurz darauf war es wieder Hager der freistehend mit einem strammen Schuß in Mehlig seinen Meister fand. Erlangen war jetzt vollkommen überfordert und hatte den Angriffswellen der Hausherren nichts mehr entgegen zu setzten. Hager war es der für die endgültige Entscheidung sorgte und sich mit dem 3:0 nach 65 Minuten endlich selbst belohnte.

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Aber die Platzherren hatten auch jetzt noch nicht genug. Der eingewechselte Selbitzer Jugendspieler Wich war Endstation einer tollen Kombination über Schmidt, Schuberth und Gezer. Sein Hammer aus 22 Metern in der 70 Minute klärte erneut der mit Abstand beste Gästeakteur auf dem Platz zur Ecke. Auch Horn, ebenfalls kurz zuvor eingewechselt hatte zwischen der 75. und 85. Minute noch drei glasklare Möglichkeiten um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, hatte aber das Pech an den Stiefeln kleben. Vor allem als er fast von der Mittellinie allein aufs Gästetor zulief, sich vom Keeper etwas zu weit nach rechts abdrängen lies und am Aussenpfosten scheiterte. Aber Mehlig war nicht mehr zu bezwingen. Auch nicht in der 88. Minute nicht, als Einwechsler Patrick Meister aus 20 Meter Maß nahm und der Schlußmann das Geschoß noch aus dem Torwinkel krazen konnte.

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Am Ende war es ein überzeugender Sieg der Schödel-Elf, die nach der Pause in Überzahl und gegen körperlich stark abbauende Gäste einen noch höheren Sieg verpasste.

Es berichtete N. Drobny – Bilder: Chris Seidler

Aufstellung SpVgg Selbitz Aufstellung SpVgg Erlangen
1  Andreas Schall (C)  1  Lukas Mehlig
3  Pascal Spindler  3  Marius Döhler
5  Yannick Schuberth 4  Julian Frommherzgelbe karte
7  Martin Damrot  6  Andre Kariusauswechslung
8  Nico Schmidtgelbe karte  8  Andre Singer
9  Eralp Caliskanauswechslung  10  Dominik Beiergelbe karte
10  Kaan Gezertor(FE) tor  11  Kay Zollhöfer
 15  Albert Pohlauswechslung  12  Simon Exner (C)rote karte(41.)
 17  Maximilian Lang 13  Paul Schubertauswechslung
25  Pascal Hagertor 17  Marco Müller
31  Marcel Findeißauswechslunggelbe karte  20  Colin Diederichsauswechslung
Ersatz Ersatz
 12  Dominik Brunnhuber (ETW) 22  Thomas Legassa (ETW)
 4  Marcin Czaban 2  David Hinrichsauswechslung
11  Christian Hornauswechslung  7  Marcel Müller
16  Hannes Häßler  15  Marcel Blankauswechslung
 18  Patrick Meisterauswechslung  19  Yannick Diederichsauswechslung
19 Lucas Herrmann    
28 David Wichauswechslung    
Trainer Trainer
 Hernik Schödel  Bernd Fuchsbauer
Landesliga, 15. Spieltag
Samstag, 07.10.2017, 15:00 Uhr
REWE-Arena Selbitz
SpVgg Selbitz 1 : 1 SV Mitterteich
K. Geezer (90.) 1 : 1 (FE)        M. Göhlert (78.) 0 : 1
Schiedsrichter:  Johannes Hamper (Kulmbach) Zuschauer: 220
Durch einen Foulelfmeter in der Schlussminute gleicht die SpVgg Selbitz ein kampfbetontes Spiel aus. Hitzig ging es erst in der Schlussphase zu.
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Schiedlich, friedlich 1:1 trennen sich die beiden hochfränkischen Vertreter der Landesliga Nordost. Das über weite Strecken von Taktik und Zweikämpfen geprägte Match entwickelte sich erst in der Schlussviertelstunde zu einem richtigen Derby. "Ich bin stinkesauer, was da heute abgelaufen ist, kann ich nicht akzeptieren", war der Selbitzer Trainer Henrik Schödel auch eine halbe Stunde nach der Partie noch außer sich. In der 88. Spielminute wollte Schödel in seiner Coachingzone, seine Elf hatte Einwurf, den Ball schnell ins Spiel bringen. Mitterteichs Matthias Männl stellte sich vor Schödel und wollte das Spiel verzögern. Es folgte eine Rangelei in der beide Kontrahenten zu Boden gingen. Schödel, eher ein ruhiger Vertreter seiner Zunft, wurde von Schiedsrichter Johannes Hamper daraufhin aus seiner Coachingzone verwiesen. Männl der den Zwist angefangen hatte, blieb ohne Verwarnung.
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So hitzig und aufregend wie in dieser Szene ging es in den fast neunzig Minuten zuvor nicht immer zu. Schödel schien an diesem Tag seiner Elf etwas voraus zu haben: Nämlich Leidenschaft und Emotionen, die seine Spieler besonders im ersten Durchgang vermissen ließen. "Wacht jetzt endlich mal auf", schrie Schödel nach zwanzig Minuten in Richtung seiner Mannen. Bis dahin hätten die kompakten und griffigen Gäste bereits in Führung liegen können. Doch Manuel Dürbeck scheiterte am Selbitzer Torwart Andreas Schall und bei seinem zweiten Versuch schob er aus sehr aussichtsreicher Position knapp am Tor vorbei. Selbitz agierte viel zu statisch. In den Angriffsbemühungen fehlte der Überraschungsmoment. Die lang geschlagenen Bälle waren ein Leichtes für Keilwerth und Co in der Mitterteicher Abwehr. Lediglich einmal schlug der Puls der gut 200 Zuschauer höher. Nico Schmidt legte sich das Leder an Kevin Krassa vorbei, drang in den Strafraum ein und ging zu Boden. Es lag wohl ein Kontakt vor, den der Selbitzer Angreifer allerdings auch suchte. Schiedsrichter Hamper entschied jedenfalls auf Schwalbe und zückte den gelben Karton. Eine mutige Entscheidung des nicht immer überzeugenden Referees.
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Auch nach dem Seitenwechsel boten beide Mannschaften zunächst zähe Fußballkost. Keiner wollte seinem Kontrahenten ins offene Messer laufen. Zwar kamen die Hausherren mit zunehmender Spielzeit besser auf, es fehlten aber weiterhin die zündenden Ideen aus dem Mittelfeld. Lediglich einmal spielte sich Selbitz durch. Kaan Gezer setzte den Ball nach starker Vorarbeit von Pascal Hager aber knapp neben den Pfosten. Es war, zwanzig Minuten vor dem Ende, der Weckruf zu einer turbulenten Schlussphase, die für den SV Mitterteich ideal begann. Nach einer Flanke von David Heinz verlängerte der Selbitzer Maximilian Lang den Ball unglücklich mit dem Hinterkopf auf SVM-Kapitän Mauricio Göhlert, der dadurch völlig frei vor Schall stand und zur Führung einschoss. Zwei Minuten nach dem Treffer wurde der Mitterteicher Dürbeck nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt. In Überzahl warf Selbitz noch einmal alles nach vorne und wurde in der Schlussminute belohnt. Nach einem Gezer-Freistoß kreuzte der eingewechselte Mitterteicher Louis Lang den Weg des Selbitzer Angreifers Eralp Caliskan. Den fälligen Strafstoß nutze Gezer zum Ausgleich.
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"Es war wohl ein Elfmeter. Der Junge geht unglücklich hin, aber ich mache ihm keinen Vorwurf", räumte Mitterteichs Trainer Andreas Lang nach dem Spiel ein und ergänzte: "In der ersten Halbzeit haben wir eine starke Leistung abgeliefert. Leider haben wir uns nicht belohnt. Im zweiten Durchgang gehen wir zum idealen Zeitpunkt in Führung. Vor dem Spiel wären wir mit einem Punkt zufrieden gewesen. Wenn der Ausgleich dann so spät fällt, ist es natürlich bitter". Unter dem Strich geht das Remis in Ordnung, dass allerdings keinem so richtig weiterhilft. Mit 17 Zählern rangieren beide Vertreter knapp über der Relegationszone.
 
Es berichtete: Thomas Popp, Bilder: Chris Seidler
Aufstellung SpVgg Selbitz Aufstellung SV Mitterteich
1  Andreas Schall (C) 1  Fabian Scharnagl
 3  Pascal Spindler  4  Kevin Krassa
5  Yannick Schuberthgelbe karte 6  Mauricio Göhlerttor
 7  Martin Damrot  7  Matthias Männl
 8  Nico Schmidtgelbe karte  8  Andre Keilwerthgelbe karte
 10  Kaan Gezertor(FE) 10  Daniel Caveliusauswechslung
 14  Felix Edelmann 12  Fidan Nikaauswechslung
 15  Albert Pohlauswechslung  14  Manuel Dürbeckgelbe kartegelb rote karte(80.)
 17  Maximilian Lang  15  David Heinz
25  Pascal Hagerauswechslung 16  Nick Watzlawikgelbe karte
31  Marcel Findeißauswechslunggelbe karte 17  Daniel Stich
Ersatz Ersatz
 12  Pascal Meister (ETW)  21  Michael Schultes (ETW)
9  Eralp Caliskanauswechslung  5  Louis Langauswechslung
11 Christian Hornauswechslung 9  Marcel Walek
16 Hannes Häßler 13  Tobias Müllerauswechslunggelbe karte
18 Patrick Meister 20  David Dobras
19  Lucas Herrmann    
22  Marco Berneggauswechslunggelbe karte    
 28  David Wich    
Trainer Trainer
 Henrik Schödel  Anderas Lang
 

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