Nach der unnötigen Niederlage in Neudrossenfeld will die SpVgg Selbitz am Samstag gegen die SG Quelle Fürth wieder Punkten. Mit einer soliden Defensive wollen die Frankenwälder dem mittelfränkischen Spitzenteam den Zahn ziehen.

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"Heimsieg - Auswärtsniederlage - Heimsieg - Auswärtsniederlage. So liest sich die Bilanz der letzten vier Auftritte der SpVgg Selbitz. Nach dem Gesetz der Serie müsste demnach heute wieder ein Dreier herausspringen. Aber wenn das nur so einfach wäre, denn mit der SG Quelle Fürth gibt am Samstag (Anstoß 15 Uhr) eine absolute Spitzenmannschaft seine Visitenkarte im Frankenwald ab. “Ihr Anspruch wird sicherlich nicht der aktuelle vierte Tabellenplatz sein, sondern eher noch zwei bis drei Plätze weiter oben”, mutmaßt Sportlicher Leiter Norbert Drobny. Der Anspruch der SpVgg Selbitz lautet gesichertes Mittelfeld und dazu wäre gegen Fürth zumindest ein Zähler wertvoll. “Die Tabelle ist nach dem letzten Spieltag arg zusammengeschrumpft. Die Mannschaften hinter uns haben alle gepunktet und sind uns damit bedrohlich auf den Pelz gerückt”, warnt Drobny, dessen Elf letztes Wochenende in Neudrossenfeld eben nicht gepunktet hat. Mit 1:3 zogen die Schödel-Schützlinge den Kürzeren, wurden trotz guter Leistung von ganz tief stehenden und mitunter Rustikal zur Sache gehenden Gastgebern ausgekontert. Neben den verlorenen Punkten beklagten die Frankenwäldler auch mehrere angeschlagene Spieler. Flügelflitzer Albert Pohl, der einen Nasenbeinbruch davon trug, traf es am heftigsten. “Es waren einfach zu viele harte Fouls, die von der jungen Unparteiischen entweder gar nicht, oder nur unzulänglich geahndet wurden. Alleine Albert Pohl wurde vor der Pause von drei verschiedenen Gegenspielern brutal umgegrätscht. Jeder durfte mal zulangen”, redet sich Trainer Henrik Schödel auch Tage nach dem Spiel noch in Rage, der es dabei dann aber auch belassen möchte und den Fokus auf das Fürth Spiel legt. Der momentane Tabellenvierte und Vorjahresdritte, der letzte Saison - auch durch eine 0:1 Niederlage in Selbitz - seine Meisterchance in der Endphase der Saison verspielte, mischt auch dieses Jahr wieder kräftig vorne mit. Sechs Siege, zwei Remis und lediglich eine Heimniederlage gegen die SpVgg Bayreuth II stehen bei der Mannschaft von Trainer Patrick Frühwald bisher zu Buche. Ins Auge sticht dabei die gute Defensive der Mittelfranken, die in neun Partien erst neun Gegentreffer bekommen hat. “Wie viele Mannschaften in der Liga überlassen sie das Spielgeschehen dem Gegner, um dann aus einer kompakten Defensive immer wieder überfallartig in die Räume zu stoßen”, weiß Schödel, dessen Gegenrezept die kontrollierte Offensive ist: “Wir dürfen ihnen die Räume nicht anbieten, müssen kompakt auftreten und wenn es dann am Ende ein 0:0 wird ist es auch in Ordnung”, könnte der Übungsleiter mit einem Zähler leben. Personell verändert sich bei der SpVgg wenig. Marco Bernegg konnte unter der Woche wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen und stößt wieder zum Kader.

Aufgebot: Schall (Meister) - Spindler, Czaban, Schuberth, Damrot, Schmidt, Caliskan, Gezer, Horn, Edelmann, Pohl (?), Lang, Herrmann, Strootmann, Bernegg, Hager, Wich, Findeiß;