Im Frankenwaldderby empfängt die SpVgg Selbitz am Mittwoch Abend den starken Aufsteiger SV Friesen. Nach mageren zwei Punkten aus vier Spielen stehen die Hausherren mächtig unter Zugzwang.

2016 04 16 friesen 03

Viel vorgenommen hatte sich die SpVgg Selbitz am Freitagabend beim Auswärtsspiel beim 1. SC Feucht. Einmal mehr spielten die Schödel-Schützlinge gut mit, kamen durch einen Gegentreffer nach einer Standardsituation auf die Verliererstraße und standen am Ende wieder mal mit leeren Händen da. Somit stehen die Frankenwäldler nach der 0:2 Niederlage vom Freitagabend und erst zwei Zählern aus vier Spielen am Mittwoch Abend gegen den SV Friesen, Anstoß 18:30 Uhr, schon mächtig unter Zugzwang. Sportlicher Leiter Norbert Drobny sieht die Lage zwar kritisch, bleibt aber betont gelassen: "Zwei Punkte aus vier Spielen klingt natürlich erst einmal enttäuschend. Betrachtet man die Spiele aber genauer, waren wir stets auf Augenhöhe mit den jeweiligen Gegnern. Wir müssen einfach weiter arbeiten, dann stellt sich auch der Erfolg ein. Ich hoffe unsere Jungs belohnen sich endlich für ihren Aufwand und stoßen den Bock um".

Möglichkeit dazu bietet sich seinen Schützlingen am Mittwoch Abend. Allerdings gibt da ausgerechnet der bisher bärenstarke Aufsteiger und alte Rivale SV Friesen seine Visitenkarte in der REWE-Arena ab. Drei Siege aus vier Spielen, darunter zwei 0:1 Auswärtssiege beim SV Mitterteich und der SpVgg Erlangen, errangen die Mannen des neuen Übungsleiters Armin Eck. Der Trainerfuchs übernahm die Grün-Weißen vor der Saison von Peter Reichel, der sich mit der Bezirksliga-Meisterschaft von den Kickern aus dem Kronacher Raum verabschiedet hat. Selbitz´ Trainer Henrik Schödel erwartet einen euphorischen Aufsteiger: “Sie sind stark in die Saison gekommen, haben am Freitagabend die SpVgg Bayreuth II mit 4:1 vom Platz gefegt, wir sind gewarnt”. Schödel schlägt aber -ähnlich wie Drobny- in die gleiche Kerbe und ist felsenfest von einem schnellen Umkehrschwung seiner Elf überzeugt. “Ich sehe ja wie die Jungs im Training rackern und bin überzeugt, dass wir das auch bald auf den Platz bekommen”.

Personell könnte Schödel zum umstellen gezwungen werden. Martin Damrot hat sich die Kapsel der großen Fußzehe gerissen, will aber unbedingt auf die Zähne beißen und der Mannschaft helfen. “Er hat eine super Einstellung und kann mit seiner Art die Truppe mitreißen”, hofft Schödel auf grünes Licht bei Damrot. Sicher verzichten muss er weiterhin auf Marcel Findeiß, der nach seinem Muskelfaserriss aber bereits wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, sowie Felix Edelmann dem nach wie vor ein geprellter Knöchel zu schaffen macht.  

Aufgebot: Schall (Brunhuber) – Spindler, Czaban, Schuberth, Damrot (?), Schmidt, Gezer, Horn, Pohl, Lang, Meister Pat., Herrmann, Strootmann, Ouvina, Bernegg, Hager, Patriche, Wich;