Nach fünf Wochen Vorbereitung brennen die Landesliga Kicker der SpVgg Selbitz am Samstag Nachmittag auf den Saisonstart. Um 15 Uhr treffen die Frankenwäldler in Neudrossenfeld auf die SpVgg Bayreuth II.

Auf ungewohntem Terrain startet die SpVgg Selbitz heute Nachmittag in die neue Landesliga Saison. Auf dem Kunstrasen des TSV Neudrossenfeld geht es für die Schödel-Elf gegen die Bayreuther Regionalliga-Reserve. “Die Bayreuther Verantwortlichen haben uns am Mittwoch informiert, dass die Partie bei ihrem Kooperationspartner in Neudrossenfeld stattfindet”, berichtet der Selbitzer Trainer Henrik Schödel über die im Hochsommer doch eher ungewöhnliche Maßnahme. “Egal, wir sind heiß auf den Start. Wir haben eine technisch gute Mannschaft, vielleicht ist es sogar ein Vorteil für uns”, betont Schödel, der das Selbitzer Abschlusstraining kurzerhand auf den Kunstrasen des FFC Hof verlegte, der seinen Platz dankenswerter Weise zur Verfügung stellte. 

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"Weitaus mehr Kopfzerbrechen als das künstliche Grün dürfte Schödel der heutige Gegner bereiten. Die Bayreuther Regionalliga-Reserve ist quasi komplett neu aufgestellt. Sechzehn neue Spieler (darunter sechs Eigengewächse) konnte Trainer Michael Regn zum Trainingsauftakt begrüßen. Sieben Akteure haben die Altstädter im Gegenzug verlassen, mit Kaan Gezer und Nico Schmidt auch zwei, die künftig das Selbitzer Trikot tragen. Unabhängig vom Gegner sind aber auch bei den Frankenwäldlern noch einige Fragezeichen offen. “Die Vorbereitung verlief durchwachsen. Sehr guten Phasen, folgten immer wieder Rückschläge. Wir hatten kein Testspiel, wo wir über neunzig Minuten die Konzentration hochhalten konnten”, bemängelt Schödel, der im gleichen Atemzug aber auch auf seine blutjunge Mannschaft verweist, "die naturgemäß einfach gewissen Schwankungen unterliege". Mit einem Altersdurchschnitt von knapp unter 22 Jahren stellt die Spielvereinigung die jüngste Truppe der gesamten Konkurrenz. Lediglich die vier verbliebenen “alten Hasen” Marcel Findeiß, Maximilian Lang, Martin Damrot und der neue Kapitän, Andreas Schall, können einige Erfahrung vorweisen. 

"Klar, dass die vier gesetzt sein dürften, genauso wie der rumänische Abwehrspieler George Patriche, der sich erstaunlich schnell Akklimatisiert hat und mit Pascal Spindler wohl das Abwehrzentrum bildet. Im Angriff hat Schödel dagegen die Qual der Wahl. Mit Kaan Gezer, Pascal Hager, Christian Horn, Eralp Caliskan und Albert Pohl feilschen gleich fünf Spieler um zwei Positionen. Mit Marco Bernegg, der nach einer Fußprellung noch Trainingsrückstand aufweist, wird demnächst gar noch ein weiterer Angreifer hinzu kommen. Bis auf die noch länger verletzten Florian Thierauf und Dennis Frank hat Schödel heute Nachmittag alle Mann an Bord. Lediglich hinter Felix Edelmann, der unter der Woche umknickte, steht noch ein kleines Fragezeichen. 
 
Aufgebot: Schall, Brunhuber – Spindler, Czaban, Schuberth, Damrot, Schmidt, Edelmann (?), Caliskan, Gezer, Horn, Lang, Pat. Meister, Herrmann, Strootmann, Hager, Patriche, Wich, Findeiß;